Hannelore Schneidereit

Vor ca. 10 Jahren suchte ich neue Aufgaben, die während meines Berufslebens eher im Hintergrund schlummerten. Gemalt habe ich viele Jahre, vor allem Aquarelle, aber auch mit Ölfarbe, Kohle und Bleistift. Ich habe gerne Verschiedenes ausprobiert.
Da kam mir die Fotografie gerade recht, mit Begeisterung bis heute, konnte ich mich „austoben“, denn für mich ist die Fotografie unglaublich vielfältig. In den letzten Jahren kam die Fotobearbeitung als digitale Dunkelkammer mit ihren vielfältigen Möglichkeiten dazu. Für mich gehören diese beiden Teile zusammen und ich betrachte sie als gleichwertig.
Zum einen fotografiere ich die mich umgebende Welt um zu zeigen „was ist“: eine Landschaft, Reiseeindrücke und besondere Lichtsituationen, aber auch immer wieder die kleinen unscheinbaren Dinge an denen wir oft, ohne sie zur Kenntnis zu nehmen, vorbei laufen.


Diese unscheinbaren Dinge können Steine, Blätter, Ästchen, Blüten und vieles mehr sein (Makrofotografie). Ich gehe auch gerne ganz dicht an das zu fotografierende Objekt heran, so dass nur noch Strukturen oder Flächen auszumachen sind (Abstrakte Fotografie). Manchmal gefällt es mir alles scharf auf dem Foto abzubilden, ein andermal möchte ich nur ein kleines Detail oder eine Linie scharf sehen. Und es kann auch sein, dass ich alles in Unschärfe abbilde ……. das geschieht meist ganz intuitiv (Haiku Fotografie)
In diesem Bereich experimentiere ich sehr gerne mit alten analogen Linsen oder einem Lensbaby (digital, es gibt nur einen begrenzten Schärfepunkt)


Mich interessiert aber auch die künstlerische Seite der Fotografie: diese Bilder entstehen z.T. in der digitalen Dunkelkammer also in Photoshop, aber immer häufiger auch direkt beim Fotografieren in der Kamera: das sind z.B. Doppel- und Mehrfachbelichtungen, bewusste Über- und Unterbelichtungen oder auch das Bewegen der Kamera währen der Aufnahme, manches mal bewegt sich auch das Motiv, z.B. Blätter im Wind.


Warum mache ich das: ich möchte einem Foto noch etwas hinzufügen, z.B. einen Zeitablauf (Bewegungsunschärfe) oder ich möchte etwas gleichzeitig Vorhandenes oder etwas schnell sich Veränderndes zeigen, z.B. das pulsierende Leben im urbanen Raum. Manchmal möchte ich auch eine Geschichte erzählen oder den Betrachter zu einer eigenen Interpretation einladen. Nach dem Motto
„Ein Bild lebt durch die Gesellschaft eines sensiblen Betrachters, in dessen Bewusstsein es sich entfaltet und wächst“ Mark Rothko
An dieser Stelle werde ich immer wieder einzelne Themen meiner Fotografie zeigen.

Wer mehr sehen möchte, findet hier eine Art fotografisches Tagebuch:
www.blende007-photo.de

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